… auf Schipisten, Almen, Hochlagen

 

Schipisten, welche im Sommer gemäht werden, haben nicht das Problem, wie nicht mehr bestoßene  Almen und Hochlagen, wo oft der Bürstling überhand nimmt und wie ein Schilfdach, durch die Schneelast des Winters  nach unten gebeugt, einen Großteil des Regens oberflächlich ableitet, was zu verstärkten Erosionen und Hangrutschungen und im Winter zu Schneebretten führen kann. Die verdichten Schnee- und Kunstschneeauflagen bleiben viel länger liegen und verkürzen dadurch die Vegetationszeit für die unbedingt nötige Begrünung als Erosionsschutz. Um dem vorzubeugen werden heute zum Teil bereits mit den Pistenraupengeräten noch auf die Schneeauflage mit Graukalk  gekalkt; der dunkle Kalk bewirkt ein rasches Schmelzen der Schneeauflage auf der Piste und bringt gleichzeitig den aufgestreuten Kalk in den Oberboden, ohne dass der nach der Schneeschmelze durchnässte Boden befahren werden muß.

Aber auch auf bewirtschafteten Almflächen, fehlen meist die Basen (Kalzium und Magnesium) als Ausgleich zum Kaliumüberschuß der Kuhfladen und des Urins der Weidetiere.

Abb.: Alm- und Schipistenkalkung auf der Gerlos