… kalken in den Wintermonaten macht Sinn!

            auf gefrorenen Böden und Schneedecken….

Die wichtigste Voraussetzung für eine Kalkung im Winter sind relativ ebene Flächen, damit der  ausgebrachte Kalk nicht bei Schneeschmelze auf gefrorenem oder wassergesättigten Böden abgeschwemmt werden kann. Grundsätzlich ist ein gefrorener bzw. schneebedeckter Boden ohne Bodenbelastung zu befahren, und damit werden Strukturschäden vermieden.

      

 

Der ausgebrachten Kalk neutralisiert die meist saureren Winterniederschläge (verursacht durch die Akkumulation)  bevor die Säuen die Kalkbrücken in der Krume zerstören; die im Nieder-schlagswasser gelösten Calzium-Ionen werden dadurch auch besser in der gesamten Bodenkrume verteilt.  Bei Schneebedeckung empfehlen sich hauptsächlich Kohlensaure Kalke, da gebrannte Kalke bei zu langem ungelösten Verbleib auf der Krume wieder recarbonatisieren können und damit einen Teil ihrer strukturverbessernden Wirkung, welche vor allem durch die intensive Durchmischung mit dem Boden zustande kommt, verlieren würden; trotzdem sind teilgebrannte Mischkalke und feinkörnige Branntkalke, aufgrund ihrer hygienschen und phytosanitären Wirkung gegen Verpilzungen bei Kopfkalkungen auf Wintersaaten vorzuziehen: bereits mit geringen Aufwandsmengen von 500 kg/ha können mit gebrannten Kalken die jährliche Erhaltungskalkung gemacht werden.

 

 

Auch bei Spezialkulturen empfiehlt eine Kalkung in den Wintermonaten, oder im zeitigen Frühjahr, damit genügend freie Calzium-Ionen beim ersten Saftstrom und vor der Blüte zur Verfügung sind.