Feldhygiene- und Vorsaat-Kalkung bei Raps

Die Feldhygiene-Kalkung ist eine der effektivsten und preiswertesten Maßnahmen für alle kalkliebenden Folgekulturen, wie Raps und Wintergerste.

Sie bringt nicht nur strukturverbessernde, bodenlockernd Wirkung und schützt vor Verschlämmung und Verkrustung, sondern schafft vor allem Bodenhygiene:

die Branntkalkanteile reduzieren die Verpilzung ( zB. Kohlhernie)

und die Einwanderung von Schnecken. Sie erhöhen den pH-Werte im Krumenbereich kurzfristig auf  über pH 8 und verhindern dadurch die Verbreitung und Keimung der Pilzsporen. Als Krumenkalkung (3-7 cm) genügen  reduzierte Streumengen von 500-1500 kg/ha in Abhängigkeit von der Bodenart und Kalksorte. Höhere Brannt- und Mischkalke-Mengen (> 800 kg/ha) sollten rasch in die Bodenkrume eingemischt werden, damit sie nicht oberflächlich verkrusten, sondern im Boden ablöschen.  Geringere < 700 kg/ha können auch oberflächlich liegen bleiben und später …..

…mit der Saatkombination in einem Arbeitsgang leicht  in die Bodenkrume eingemischt.  

Am besten wirken feine (0-4mm) bzw. feinkörnige (1-3mm) Branntkalke  mit ca. 1.000 kg/ha oder hochwertige  Mischkalke  mit ca. 1.500 kg/ha , wie MikaLyt-Plus ein „Spezial-Mischkalk“, bringt zusätzlich  ca. 40 kg Schwefel für Raps und Leguminosen !

Feuchtkalke und Kohlensaure Kalke sind nicht geeignet: sie bringen aufgrund ihrer reduzierten Löslichkeit nur eine ph-Wertverbesserung und keine hygienisierende „KalkLauge“ .