Güllekalk …..

 die günstige Erhaltungskalkung in einem Arbeitsgang mit der Gülleausbringung.

 

Güllekalk ist mikrofeines Kalksteinmehl wahlweise mit 3% Schwefel, welches im Kalkwerk gemischt und im Silotank-Lkw direkt zum landwirtschaftlichen Betrieb gefahren wird. Dort wird der Güllekalk über einen Schlauch in die vorgemixte Gülle vom Silo-Lkw und ein in die Gülle eingelassenes Rohr bei laufendem Mixer in die Gülle geblasen. Die Güllekalkmenge sollte 5% = 30 kg/m3 Gülle nicht übersteigen.

Diese Güllekalkmenge entspricht bei einer Gülleausbringung von 20 m3/ha/Jahr ca. 900 kg Kalk als mikrofeinen Kohlensauern Kalk, das sind 450 kg Reinkalk ,welcher für eine Erhaltungskalkung, (Ausgleich der jährlichen Kalkungsverluste) ausreicht. Diese Kalkung über die Güllung gleichzeitig mit den Schwefel führt zu einer besseren Stickstoffverwertung aus Gülle und Boden und gleicht die in der Regel hohen Kaligehalte der Gülle aus. Insbesondere Biogasgüllen mit ihren oft hohen Ammonstickstoffgehalten belasten die Bodenkrume: die Krümelaggregate lösen sich durch das dispergierend wirkende Kalium und Ammonium auf und verschlämmen so nicht nur Ackerböden, sondern belasten auch Grünlandböden durch Verdichtung des Mineralboden-anteils und eine Entkoppelung des Wurzelfilz vom Unterboden.

Die mit Güllekalk versetzte Gülle ist homogener und läuft besser von den Pflanzen ab.

Die Gülle-Ausbringtechnik ist auf den meisten viehhaltenden und Biogas-Erzeugerbetrieben vorhanden; daher verursacht  die Kalkausbringung über Gülle keine zusätzlichen Ausbringkosten. Speziell in Bergbetrieben ist der Güllekalk oft die einzige Möglichkeit  schlecht befahrbares Gelände mit Kalk zu versorgen. Güllekalk verursacht keine kalkbedingten Stickstoffverluste, da es sich um Kalksteinmehl, mit einen ähnlichen pH-Wert wie die Gülle handelt.

Güllekalk von Bodenkalk ist bio- und ÖPUL-tauglich.